Spätsommerliches Windlicht häkeln – ein 10 Schritte DIY-Projekt für Zwischendurch

Ja ja, ich weiß, eigentlich haben wir Hochsommer. Aber der norddeutsche Sommer im Jahre 2021 fühlt sich ein bisschen an wie April. Oder Herbst. Für mich zumindest fängt die Kerzenzeit wieder an. Ich liebe das gemütliche Licht von Kerzenschein, einen heißen Kaffee/Tee in Griffnähe und mein Häkelzeug im Schoß. Gemütlichkeit pur!

Alle Zutaten zusammen ergaben in den letzten Tagen ein schönes, modernes und stylishes Windlicht im gemütlichen 70s-Style. Und da ich fleißig mitgeschrieben habe, möchte ich heute die Anleitung mit euch teilen. Übrigens: Es ist das perfekte Projekt für Menschen, die überhaupt nicht gerne Fäden vernähen – zugegebenermaßen auch absolut nicht meine Lieblingsdisziplin. Denn die Fäden werden zum Schluss einfach hängen gelassen und etwas gestutzt. Und wer mag, kann noch ein paar Perlen einfädeln. Aber dazu später, jetzt heißt es erst mal:

Los geht’s!
Das Windlicht wird in Reihen gearbeitet.
Die WLfM am Ende der Reihen zählt nicht als Masche mit.
Nach der WLfM wird die Arbeit stets gewendet.

Material:
– Baumwollgarn wie z. B. Catania von Schachenmayr, Cotone von Lanagrossa, Ricorumi von Rico Design o. ä. in einer Farbe deiner Wahl
– Häkelnadel der Stärke 2,50 – 3,00 mm; je nach Garn
– Wollnadel mit stumpfer Spitze
– ggf. Maschenmarkierer
– Garnschere
– ein altes Vorrats-/Marmeladen- oder Trinkglas
Optional: Holzperlen (4 mm oder 6 mm)

Ich habe bei dem abgebildeten Modell Catania von Schachenmayr und 4,00 mm Holzperlen verwendet.

Abkürzungen:
LfM – Luftmasche
WLfM – Wendeluftmasche
fM – feste Masche
Km – Kettmasche
wdh. – wiederholen
Rh. – Reihe(n)

Schritt 1:
So viele LfM häkeln, dass die LfM-Kette um das gewählte Glas passt. Häkele ruhig ein paar Maschen mehr, als der Durchmesser des Glashals es erforderlich machen würde, da sich in der Folgereihe die LfM-Kette noch etwas zusammenzieht. Idealerweise sollte die Anzahl der Maschen durch 6 teilbar sein. Bei mir: 60 LfM + 1 WLfM (60)

Schritt 2:
Ab der 2. Masche von der Nadel aus 60 fM zurückhäkeln (60), WLfM.

Schritt 3:
Häkele den ersten Wimpel wie folgt:
Rh. 1: 6 fM (6), WLfM
Rh. 2: 6 fM (6), WLfM
Rh. 3: Abn, 2 fM, Abn (4), WLfM
Rh. 4: 4 fM (4), WLfM
Rh. 5: 2 Abn häkeln (2), WLfM
Rh. 6: 2 fM (2); WLfM
Rh. 7: Abn (1)

Faden abschneiden und vollständig durch die letzte Masche ziehen. Faden hängen lassen.

Schritt 4:
Für den nächsten Wimpel Garn neben der Masche genau neben Wimpel Nr. 1 in Häkelrichtung anmaschen und entlang der Kette aus fM wie den ersten Wimpel häkeln. Lass den Anfangs- und Endfaden hängen. Der Anfangsfaden sollte nicht zu kurz sein.
Häkele alle weiteren Wimpel ebenso, bis alle fM deiner Startkette aus Schritt 2 vollständig für die Wimpel verwendet wurden. Bei meinen 60 fM der Startkette sind es 10 Wimpel.

Schritt 5:
Schließe die Kette aus Schritt 2, nachdem alle Wimpel gehäkelt wurden, zu einem Ring. Dazu kannst du den Anfangsfaden der LfM-Kette aus Schritt 1 verwenden. Diesen brauchst du anschließend nicht vernähen, sondern kannst ihn zunächst wie alle bisherigen Fäden hängen lassen.

Schritt 6:
Führe nun die Anfangsfäden der jeweils angemaschten Wimpel mit einer stumpfen Wollnadel zu den Wimpelspitzen, so dass an den Enden jeweils zwei Fäden hängen. Lass die Fäden zunächst so hängen.

Schritt 6: Führe den Faden mit einer Wollnadel entlang der Rückseite zur Spitze des Wimpels.

Schritt 7:
Masche nun das Garn an einer der Wimpelspitzen an und schlage 6 LfM an. Km in die nächste Wimpelspitze, 6 weitere LfM anschlagen. Verfahre so, bis alle Zwischenräume zwischen den Wimpeln auf diese Art mit einer LfM-Kette miteinander verbunden sind.

Schritt 8:
Garn an der ersten Masche einer LfM-Kette anmaschen und in Häkelrichtung einen Wimpel wie bei Schritt 3 beschrieben häkeln. Anfangs- und Endfaden erneut hängen lassen.

Schritt 9:
Wie bei Schritt 6 beschrieben mit dem Anfangsfaden verfahren, so dass erneut 2 Fäden an den Wimpelspitzen hängen.

So viele Fäden! Aber keine Angst – sie bleiben einfach hängen.

Schritt 10:
Endspurt! Du kannst nun die Fäden einfach hängen lassen und noch auf eine Länge abschneiden oder aber noch Perlen an den hängengebliebenen Wimpelspitzen einfädeln. Besonders schön sind Holzperlen, aber auch bunte Fimo-Perlen oder Federn setzen einen tollen Akzent.

Übrigens kannst du dein Windlicht natürlich noch um weitere Wimpelreihen ergänzen. Wiederhole dazu einfach die Schritte 7 bis 9 so lange, bis das Windlicht die gewünschte Länge entlang des Glases erreicht hat.

Ich wünsche dir einen gemütlichen Spätsommer mit deinem DIY-Windlicht – egal, ob gemütlich in deinem Wohnzimmer oder an den letzten warmen Sommerabenden im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon

Viel Spaß mit der Anleitung wünscht deine
Christina

P.S.: Du bist auf Instagram aktiv? Dann zeige deine Werke nach meinen Anleitungen gerne und markiere mich mit @yippieyippieyarn um in meinen Stories gefeaturt zu werden.

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