6 NONOs – 6 Fragen: Ein Interview mit Eva-Maria Klingovsky von POLARIPOP

Wer meinen Instagram-Feed in letzter Zeit verfolgt hat weiß, dass in kreativer Hinsicht in den letzten Wochen ein Thema für mich sehr bestimmend war: Die Crowdfunding-Kampagne zu der NONOs-Häkelbande von POLARIPOP. Warum ich so viel Zeit, Wolle, Füllmaterial und Herzblut in die NONOs gesteckt habe liegt vor allem – neben dem Umstand, dass ihr Design unbestechlich charmant und einzigartig ist – daran, dass ich überzeugt von der Wichtigkeit des Buchprojektes bin: NEIN zu sagen ist so wichtig, befreiend, notwendig und menschlich unumgänglich. NEIN zu sagen zeigt unsere Grenzen aber auch Wünsche auf, definiert unseren ganz persönlichen Rahmen und schützt uns und geliebte Menschen um uns. So manch einem, mich eingeschlossen, geht ein NEIN aber nicht so schnell von den Lippen. Oft aus Angst, nicht verstanden zu werden, unhöflich, forsch oder unnahbar zu wirken. Somit war mir schnell klar: Die NONOs sind genau die richtigen Helden für unsere Zeit und sie zu unterstützen ist mir eine Herzenssache!

Umso mehr freue ich mich, dass der kreative Kopf hinter den NONOs Eva-Maria Klingovsky von POLARIPOP bereit war, mir Rede und Antwort zu ihrer Idee und ihrer Crowdfunding-Kampagne zur Realisierung ihres einzigartigen Buchprojektes zu stehen und mir – und nun auch meinen geneigten Lesern – ganz persönliche Einblicke in die Entstehung ihrer charmanten NEIN-Sagen zu geben:

„Wie kam dir die Idee für die NONOs?

Nun, viele Jahre war ich als Grafikdesignerin und in der Werbung tätig. Dieser Job war zwar sehr aufregend, doch Zeit für meine eigenen Projekte blieb fast nie. Ich wusste, ich muss etwas Neues ausprobieren, und wollte dafür mein bisheriges Hobby, das Häkeln, zum Beruf machen. Und um mir selbst Mut zu machen für den gewagten Schritt habe ich dann die NONOs erfunden.

Kurzerhand wurde aus meinem Label POLARIPOP, das ich bereits viele Jahre als Hobby betrieben hatte, ein Unternehmen. Auf meiner Website www.polaripop.com (Shop derzeit pausiert bis zum Ende der Crowdfunding Kampagne am 29.06.2018) biete ich gut gegliederte und bebilderte Häkelanleitungen für meine Puppen an, denen sogar Häkelanfänger ganz einfach folgen können. Meine grafischen Skills kann ich dabei ebenfalls einfließen lassen.

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Bis zum 29.06. besteht noch die Möglichkeit die Crowdfunding Kampagne für das erste Buch der Puppendesignerin Eva-Maria Klingovsky “NEIN sagen mit der NONOs Häkelbande” zu unterstützen.

Wann war dir klar, dass die Geschichten rund um die NONOs ein Buch füllen könnten?

Naja, sagen wir es so: Ich bin bei Weitem nicht die Einzige, die sich mit dem NEIN-Sagen hin und wieder schwertut. Auch in der Familie und im Freundeskreis gab und gibt es so Einige, die einen NONO als Erinnerung zum NEIN-Sagen hin und wieder gut brauchen können. Und wenn wir ehrlich sind: Jeder braucht hin und wieder mal so einen NONO

Die kleinen, frechen NEIN-Sager kamen jedenfalls so gut an, dass mir bald klar war: Daraus musst du mehr machen! Das Kinderbuch “NEIN sagen mit der NONOs Häkelbande” habe ich allerdings meinen großartigen Followern zu verdanken. Sie erzählten, wie verliebt sie selbst und vor allem ihre Kinder in die NONOs waren, schickten mir Bilder, und verlangten regelrecht nach einem Buch.

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Die ersten NONOs entstanden bereits um die Gründungszeit des Puppenlabels POLARIPOP vor 1-2 Jahren.

Warum hast du dich für eine Crowdfunding-Kampagne zur Umsetzung deines Buchprojektes entschieden?

Nun, als die Idee geboren war, wurde relativ schnell klar, dass es sehr schwierig werden würde, einen Verleger für so ein spezielles Buch zu finden. Außerdem wollte ich unbedingt freie Hand haben, was den Inhalt, das Design und die Figuren betrifft. Also recherchierte ich viel zum Thema Eigenverlag und Guerilla Publishing. Die meisten AutorInnen, die diesen Weg wählen, finanzieren ihre Werke über Crowdfunding, und viele davon teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf Youtube, auf Blogs oder in Foren.

Das Besondere daran: Eine Crowdfunding Kampagne ist letztendlich ein Gemeinschaftsprojekt von Initiatoren und Unterstützern. Nicht nur, dass sie mit ihren Beiträgen und Vorbestellungen das Buch innerhalb weniger Tage finanzierten, meine Freunde auf Facebook und Instagram haben auch die Anleitungen im Buch auf Herz und Nieren getestet, sie haben die NONOs geteilt und in der ganzen Welt bekannt gemacht, sie haben die Geschichten mitentwickelt und sogar Flyer für mich verteilt.

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Kreativität ist definitiv ansteckend! Der Beweis: Die Bilder von Fans der NONOs, die Eva fast täglich zugeschickt bekommt (von oben links bis unten rechts: yippieyippieyarn, casapiola, almahaakt, bubuatelie – via Instagram).

Und so wurde aus “meinem” Buch sehr schnell ein großes gemeinsames Projekt von Unterstützern, Freunden und Familie (mein Bruder produzierte das Video, seine Tochter half als Sprecherin aus, Freunde sprangen als Schauspieler ein).

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Auf die Idee eines Buches wurde die Autorin erst durch die häkelnde Internet-Community gebracht – dafür hat sie nun sechs neue NONOs-Figuren entworfen.

Was erwartet uns in dem NONOs-Buch?

“NEIN sagen mit der NONOs Häkelbande” ist eine kunterbunte Melange aus Geschichten, Spielen, Bastelideen, Gedichten, Rezepten und Ausmalbildern. Die Geschichten der frechen Häkelbande sprechen brandaktuelle Themen wie Selbstbestimmung, Gruppendruck, Abgrenzung und Mobbing auf spielerische Art und Weise an, womit sie sich auch ausgezeichnet als Basis für Gesprächsrunden und Arbeitsbögen in der Schule, im Kindergarten oder für die Therapie eignen. Um die Abenteuer noch erlebbarer zu machen, können alle Figuren aus dem Buch ganz einfach nachgehäkelt werden.

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Detailverliebte Illustrationen und Collagen laden zum Entdecken und Mitmachen ein.

Wir haben uns noch ein erweitertes Ziel gesetzt – sobald wir das erreichen, kann das Buch als Hardcover gedruckt werden, außerdem gibt es dann 16 Seiten extra – es wartet ein weiterer NONO, Axel Axolotl, mit seiner ganz persönlichen Geschichte zum NEIN-Sagen darauf, ins Buch aufgenommen zu werden. Ein weiterer Vorteil vom Crowdfunding: Das alles kann bei Erreichen des erweiterten Ziels ohne Mehrkosten für die bereits bestehenden Unterstützer finanziert werden!

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Wird beim Crowdfunding das erweiterte Ziel erreicht, so gibt es neben einem festen Einband für das Buch noch ein ganzes Kapitel dazu! Axel Axolotl wartet nur darauf, die 16 zusätzlichen Seiten mit seinen Abenteuern füllen.

Mit welchem deiner NONOs kannst du dich selbst am besten identifizieren?

Jeder für sich hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen, doch am ehesten fühle ich mich dem Elefantenmädchen Fanny Fettuccine verbunden. Sie sollte Briefträgerin werden, entscheidet sich aber für ihre große Leidenschaft, das Ballett. Mir ging es ähnlich – es gab nur Wenige, die mich nicht sofort für verrückt erklärten, als ich meine Idee verkündete, mit dem Häkeln in Zukunft meinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen.

Es ist aufregend, es gab Rückschläge und Enttäuschungen, viel Herzblut ist in mein Vorhaben geflossen, sehr viel Arbeit liegt noch vor mir. Doch ich zweifle keine Sekunde daran, den richtigen Schritt gemacht zu haben – so wie Fanny, die nun täglich auf den großen Bühnen dieser Welt tanzen darf!

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Ähnlich wie Fanny Fettuccine im Buch hat sich Eva für einen Weg entschieden, der nicht so ganz den Erwartungen ihres Umfeldes entsprach.

Hand auf’s Herz, liebe Eva: In welchen Situationen fällt es dir schwer, „Nein!“ zu sagen?

Immer wieder mal, in ganz unterschiedlichen Situationen! Besonders schwer fällt es mir in Bezug auf die sozialen Medien. Dort versuche ich, alle Kommentare und Anfragen persönlich zu beantworten, was mich zeitlich manchmal ziemlich ins Strudeln bringt. Trotzdem bekomme ich so viel tolles Feedback und treffe so wunderbare Menschen, dass ich diesen engen Kontakt ungern einschränken möchte.

Auch bin ich immer wieder mit persönlichen Geschichten von Menschen konfrontiert, die mich sehr betroffen machen. Da fällt es manchmal schwer, mit dem Computer abends auch das Hirn auszuschalten.“

 

Danke, liebe Eva, dass du uns auf deiner ganz persönlichen Reise mit den NONOs mitgenommen hast und uns Teil deiner Crowdfunding-Kampagne sein lässt!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich freue mich schon riesig auf die NONOs in gedruckter Form. Die NONOs haben es bereits geschafft, über die noch bis zum 29.06.2018 laufenden Kampagne, die ihr hier finden könnt, realisiert zu werden. Wenn wir noch alle ein bisschen zusammenlegen, schafft die liebe Eva von POLARIPOP ihr Herzensprojekt sogar in Hardcoverqualität mit Axel Axolotl und 16 weiteren Seiten zu verwirklichen. Und das ohne Mehrkosten für uns Unterstützer!

Es liegt in unserer Hand!
Eure Christina

Übrigens:
Die NONOs Minis begleiten die Crowdfunding-Kampagne rund um ihre großen Brüder und Schwestern sogar gratis! Jeder neue Newsletter-Abonnent bekommt die Anleitung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Den Link habe ich euch hier reingetippt.

Bildnachweise:
Die im Beitrag abgebildeten Bilder wurden mir von Eva-Maria Klingovsky zur Verfügung gestellt. Die Bildrechte liegen bei Eva-Maria Klingovsky von POLARIPOP.

Die nachfolgende Bildergalerie gibt euch einen Einblick in meinen kreativen Zwischenstand bei den NONOs:

 

 

7 Gedanken zu “6 NONOs – 6 Fragen: Ein Interview mit Eva-Maria Klingovsky von POLARIPOP

  1. So ein tolles Interview. 😍 Ich freue mich wahnsinnig, dass die erste Hürde bereits gemeistert ist und kann es kaum erwarten, das Buch in Händen zu halten ❤❤❤

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  2. danke für den Einblick und die Gedanken von Eva 🙂 … tolles Interview… ich drücke ganz, ganz fest die Daumen, dass die Crowdfunding-Kampagne ein voller Erfolg wird…

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